Marktübersicht: Richtmikrofone

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Die meisten Mikrofone, die Filmschaffende an und auf Kameras einsetzen, sind Richtmikrofone. Sie... mehr
Produktinformationen "Marktübersicht: Richtmikrofone"

Die meisten Mikrofone, die Filmschaffende an und auf Kameras einsetzen, sind Richtmikrofone. Sie heißen nicht nur so, weil man sie samt Kamera immer zur Schallquelle hin ausrichtet, sondern weil sie durch ihre ausgeprägte Richtcharakteristik (Niere, Superniere oder Keule) das Audiosignal direkt von vorne betonen und seitlich einfallende Schallquellen dagegen weitgehend ausblenden. Wie gut das funktioniert, entscheidet über die Qualität eines solchen Richtrohrs, wie diese Mikrofongattung auch oft bezeichnet wird. Damit sind eigentlich diejenigen Mikrofone gemeint, die nach dem Interferenz-Prinzip funktionieren: Die seitlich über Schlitze im Mikrofonkorpus einfallenden Schallanteile werden durch phasenbedingte Auslöschung stärker reduziert, während der von vorne einfallende Schall erhalten bleibt. Tatsächlich verstärkt also ein solches Mikrofon nicht die frontalen Soundsignale, sondern verringert die seitlichen Schallanteile, was dann im Höreindruck die vermeintliche Anhebung des Richtsignals bewirkt.Im Video-Jargon ist bei diesen Mikrofontypen oft auch der englische Ausdruck „Shotgun” gebräuchlich, der bei den deutschen Übersetzungen mitgelieferter Bedienungsanleitungen dann oft zum etwas wunderlichen Begriff „Schrotflinten-Mikro” führt. Nahezu alle hier aufgeführten Richtmikros sind einkanalig ausgelegt, nehmen also ein Mono-Signal auf. Am Ausgang liegt aber zumindest bei den meisten Richtmikros mit Miniklinken-Anschluss ein gebrücktes, zweikanaliges Signal, damit im Klangbild von Kamera und Camcorder der Ton nicht nur von einer Seite her tönt. Dennoch bleibt der Ton damit akustisch betrachtet mono. Für räumlichere Aufnahmen mit Stereo-Charakter, beispielsweise Musik oder Atmos, gibt es entsprechende Stereomikros (demnächst in einer eigenen Marktübersicht). Natürlich hätten viele Filmschaffende gerne ein einziges Mikro für beide Zwecke. Die Kombination von Stereo- und Richtmikrofon in einem Gerät hätte auf den ersten Blick natürlich einen großen Vorteil: Man müsste nicht mehr zwei getrennte Schallwandler mitschleppen und je nach Anwendung wechseln.

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