Praxis: Aus der Distanz

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Nur noch auf dem Acker kann Industriefilmer Hubert Donhauser unbesorgt drehen, ohne an die... mehr
Produktinformationen "Praxis: Aus der Distanz"

Nur noch auf dem Acker kann Industriefilmer Hubert Donhauser unbesorgt drehen, ohne an die mögliche Ansteckungsgefahr denken zu müssen. Doch er ist sauer: Hauptsächlich lebt er von der Live-Übertragung von Großveranstaltungen – und die sind alle wegen Corona abgesagt: „Eine Katastrophe!”, sagt er. So wie ihm geht es derzeit fast allen Filmschaffenden im Land. Wir haben bei einigen von denen, die wir bereits im Rahmen unserer Interview-Serie zu TV-Berufsbildern getroffen hatten, ein aktuelles Stimmungsbild eingeholt: Filmemachen in den Zeiten von Corona. Dr. Uwe Brückne rLokal-TV-Macher, münchen.tv/TV Bayern live: In welcher Form haben die Corona-Auflagen deine Arbeit anfangs beeinträchtigt? Uwe Brückner: Corona hat den bayerischen Regional-TV-Sendern und deren Zusehern einen historischen Durchbruch ermöglicht: Erstmals wurde eine gemeinsame Nachrichtensendung für alle Lokalsender genehmigt: „Corona in Bayern“ nannte sich diese Rubrik. Sie wurde bei allen 16 Lokal-TV-Standorten in Bayern gleichermaßen in den Hauptnachrichten platziert. Diese dreiminütige Rubrik brachte täglich das Wichtigste aus den Ministerien, aus Plenum und Staatskanzlei, Berufsverbän-den und Gesundheitseinrichtungen. Der Corona-Überblick wurde mit den Lokalnews auch noch stündlich wiederholt und erreichte so pro Folge etwa 500 000 Zuseher im Freistaat, eine sehr hohe Durchdringung. Diese Programmausnahme zeigt deutlich, welche Möglichkeiten im lokalen TV stecken, wenn man landesweite Gemeinschaftsprogramme ermöglicht. Nach Corona könnte man bei allen Sendern zum Beispiel eine bayerische Kultursendung, eine Sendung für Breitensport und Fitness oder für den Tourismus etablieren. Nicht als Konkurrenz zum landesweiten bayerischen Fernsehen – davor fürchten sich bayerische Medienregulierer – sondern als Ergänzung und Alternative. Wie gestaltet sich deine Arbeit aktuell – ist die Lokal-TV-Produktion überhaupt wie gewohnt möglich? Die Arbeit der Regionalsender hat sich grundlegend und rapide verändert. Unsere 18 Schnitt-plätze bei münchen.tv und TV Bayern live wurden zum Großteil abgebaut und im Homeoffice der Reporterinnen und Reporter installiert – ein dezentraler Workflow mit Telefon- und Vi-deokonferenzen, schneller und vor allem zeitsparend. Fertige Beiträge von draußen gingen über Servertransfer in die Senderegie. Dazu haben wir fast täglich die Live-Übertragungen aus der Staatskanzlei zusätzlich ins Programm übernommen. Ein Kraftakt für Programmplanung und Sendeabwicklung. Dabei war die technische Kooperation der Regionalis mit BR, RTL und Sat.1 sehr bemerkenswert.

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