Praxis: Raw, HLG und Farbtiefe

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Produktinformationen "Praxis: Raw, HLG und Farbtiefe"

Die Hersteller schreiben groß HDR, BT2020 oder Raw-Aufzeichnung in ihre Prospekte, und in Videoforen wird verbissen um das letzte Bit gerungen. Doch wie immer ist jeder Vorteil auch ein Nachteil, denn all das macht die Videoaufnahme auch wieder etwas komplizierter. Schlagworte allein helfen also nicht weiter – es wird Zeit, sich einen Überblick zu schaffen. BT709 beschreibt unser grundsätzliches HD-Fernsehsystem; es basiert auf Rec609 (PAL) und nutzt eine Farbtiefe von 8 Bit pro Farbe (RGB). Also zusammen 24 Bit. Das ist das, was Menschen sehen können: 16,7 Millionen Farben. Nun könnte man meinen, dann sollte es doch reichen. Leider nein. Denn in der Praxis lassen sich diese gesamten 24 Bit kaum abbilden. Das Problem liegt im Dynamikumfang. Also dem Unterschied zwischen der hellsten Stelle eines Bildes und der dunkelsten. Der Klassiker ist der Himmel mit Wolken über einem dunklen Waldrand am Ende einer grünen Wiese. HDR (High Dynamic Range) ist die erste Stufe der Abhilfe. Verfügt die Kamera über eine solche Funktion, dann kann sie mehr Helligkeits- und Dunkelheitsstufen einfangen. Die meisten Fernseher heute verfügen über eine HDR-Funktion und können diese Bilder verarbeiten. Beim Videoschnitt wird die Software, sofern sie es kann, HLG (Hybrid Liquid Gamma) einsetzen. Damit wird sozusagen eine Übersetzung des HDR-Bildes für normale TV-Geräte geschaffen, sollten sie nicht über HDR verfügen. Insofern ist HDR eine sehr einfach verfügbare Möglichkeit, bessere Bilder zu machen. Als nächstes kommen all die verschiedenen Log-Verfahren mit meist auch einem erweiterten Farbraum. Log beschreibt ein logarithmisches Verfahren, bei dem die obe-ren, hellen und die unteren, dunklen Bereiche zusammengestaucht und dann komprimiert werden. Damit lassen sie sich in den technisch gültigen Bereich zwischen 0 und 100% Videosignal verpacken. Später, und hier wird es jetzt etwas aufwändig, müssen sie zwingend wieder entpackt und korrigiert werden. Das gilt für jede einzelne Szene.

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